Für betagte Bewohnerinnen und Bewohner in Gesundheitszentren kann die Lebensqualität durch Schluckstörungen derart eingeschränkt sein, dass ein hoher Leidensdruck entsteht.
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Bestimmte Ernährungssituationen bei urteilsunfähigen Bewohnerinnen und Bewohnern in Gesundheitszentren für das Alter mit einer irreversiblen progredienten Erkrankung sind eine besondere Herausforderung für die sie betreuenden Menschen [1–4]. Aufgrund ihrer Grunderkrankung kann es bei der Nahrungsaufnahme zu Schluckstörungen kommen. Dies ist mehrheitlich der Fall bei Menschen mit einer fortgeschrittenen Demenzerkrankung [5–6], kann jedoch auch bei anderen Patientengruppen auftreten. Manchmal müssen Bewohnerinnen und Bewohner manuell mit taktiler Stimulation durch Ausstreichen des Kehlkopfes oder der Wangentaschen unterstützt werden, damit sie Nahrung und Flüssigkeiten schlucken können. Gleichwohl kommt es öfters während der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme zum Verschlucken. Dies kann mittels angepasster Ernährung meist vermieden werden, es sei denn, dass sie zufällig etwas essen, was eigentlich nicht für sie bestimmt ist. Es kann zu einer Aspirationspneumonie kommen, an der sie versterben können. Durch parenterale Ernährungs- und Flüssigkeitszufuhr lassen sich diese Komplikationen nur bedingt lösen. Denn diese Bewohnerinnen und Bewohner können sich trotzdem am eigenen Speichel verschlucken. Auch eine PEG-Sonde (PEG steht für Perkutane endoskopische Gastrostomie, Anm. d. Red.) ist wegen Regurgitations- und Aspirationsgefahr häufig keine Lösung, beziehungsweise bei fortgeschrittener Demenz ohnehin kontraindiziert.