Können sensorbasierte digitale Pflegeassistenzsysteme Pflegefachkräfte effizient entlasten?
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Zurzeit besteht ein relevanter Fachkräftemangel im gesamten Gesundheitswesen, so auch beim Pflegefachpersonal. Diese Zunahme lässt sich zum einen auf die steigende Lebenserwartung, zum anderen auf die bevorstehende Pensionierung der Babyboomer-Generation zurückführen [1]. Aktuelle Schätzungen prognostizieren im Kanton Bern bis 2030 einen Anstieg der alterspsychiatrischen Patienten um 24% [2]. Das Personaldefizit wird sich in Zukunft aufgrund ansteigender Patientenzahlen also weiter zuspitzen. Zusätzlich zu den steigenden Patientenzahlen kommt hinzu, dass die Betroffenen wegen des zunehmenden Alters vermehrt multimorbid sind und somit medizinisch komplexer werden. Diese höchst anspruchsvolle Pflegearbeit erfordert kompetente und erfahrene Pflegefachpersonen. Die Anzahl Pflegefachpersonen pro Schicht ist aber in vielen Institutionen rückläufig[3]. Diese Zahlen generieren einen grossen Druck auf die Pflegenden. Ausserdem wird die Zeit, welche eine Pflegefachperson effektiv bei den Patientinnen und Patienten verbringt, zusätzlich reduziert.