Der Lichen planus ist eine T-Zell-vermittelte Autoimmunerkrankung, die hauptsächlich die Haut und die Mundschleimhaut betrifft. Andere Schleimhäute (Genital, Ösophagus), Haarfollikel und Nägel können ebenfalls betroffen sein [1–3]. Der oraler Lichen planus (OLP) ist die häufigste nicht-dentogene, meist chronisch verlaufende, Erkrankungen der Mundschleimhaut und betrifft 1-3% der adulten Bevölkerung. Die Erstmanifestation tritt meist nach dem 40. Lebensjahr auf [3, 4] und Frauen sind häufiger betroffen [5–7]. Untersuchungen zeigten bei 75-95% der Betroffenen nur eine intraorale Manifestation [5–7], während andere Patientenpools auch ein kombinierter Befall von Mund-Haut in 45% oder Mund-Genital in 25% beschrieben haben [8, 9].