In den letzten Jahrzehnten haben sich die Gesellschaften weltweit mit einem bedeutenden demografischen Wandel auseinandergesetzt: Einer immer älter werdenden Bevölkerung [1]. Dieses Phänomen, das weitgehend auf Fortschritte im Gesundheitswesen und sinkende Geburtenraten zurückzuführen ist, stellt Volkswirtschaften, Gesundheitssysteme und soziale Strukturen vor vielfältige Herausforderungen. Mit der Zunahme des Anteils älterer Menschen steigt auch die Prävalenz chronischer Krankheiten [2]. Dieser Anstieg stellt nicht nur eine erhebliche Belastung für die Ressourcen des Gesundheitswesens dar [3, 4], sondern hat auch tiefgreifende Auswirkungen auf die wirtschaftliche Produktivität, die Gesundheitspolitik und das individuelle Wohlbefinden [5]. Während die Lebenserwartung («life span») in den letzten 100 Jahren um etwa 30 Jahre gestiegen ist, ist jedoch das Verhältnis von gesunden Lebenjahren («health span») nicht entsprechend gewachsen, was somit eine Zunahme von Jahren in Krankheit impliziert [6].