Aplastische Anämie ist eine seltene, potenziell lebensbedrohliche, nicht-maligne Erkrankung, die durch die autoimmun bedingte Zerstörung von Vorläufern blutbildender Zellen verursacht wird. Die Inzidenz der AA variiert weltweit, wobei die Raten in Asien zwei- bis dreimal so hoch sind wie in Europa und den Vereinigten Staaten und sich zu einer globalen Inzidenz von 0,7 bis 7,4 Fällen pro Million Einwohner und Jahr summieren. AA kann Menschen jeden Alters betreffen, das Auftreten weist allerdings zwei Spitzen im Alter von 10 bis 25 Jahren sowie bei Personen über 60 Jahren auf. Die niedrige Inzidenz von AA und die Überschneidungen mit anderen seltenen hämatologischen Erkrankungen machen die Diagnose schwierig und können somit zu unnötigen Diagnose- und Behandlungsverzögerungen führen.