In einer recht irrationalen Atmosphäre von romantisch eingefärbtem Katastrophismus fallen Fortschritte im Gesundheitsbereich kaum auf, während die Bevölkerung sich offenbar zunehmend um ihre Gesundheit sorgt. Verstärkt werden diese Ängste auch dadurch, dass sich mit der Verbesserung des Gesundheitsstatus unsere Risikowahrnehmung ändert: Je seltener und gutartiger ein Gesundheitsproblem ist, desto weniger scheint es hinnehmbar [1]. Ein weiterer Treiber ist unsere Fähigkeit, unsere Angst vor den Krankheiten auf die entsprechenden Risiken zu verlagern. Und die Vielzahl der Gesundheitsrisiken bietet nahezu grenzenlose Möglichkeiten zur Beunruhigung, denn ein Null-Risiko gibt es nicht.