Infektionen gehören zu den häufigsten akuten Komplikationen am Lebensende [1]. Prädisponierende Faktoren sind unter anderem Immobilität, Malnutrition, Immunoseneszenz, Immunsuppression oder die Schädigung natürlicher Barrieren [2, 3]. Bei Patientinnen und Patienten am Lebensende werden zudem nicht infektiöse Entzündungszustände oft als Infektion fehlinterpretiert [4, 5]. Abklärungen und Interventionen führen zu einer Mehrbelastung der Patientinnen und Patienten und einem hohen, teils inadäquaten Antibiotikaeinsatz einschliesslich negativer Folgen [6, 7]. Durch gesundheitliche Vorausplanung und ein optimiertes Infektionsmanagement kann diesen entgegengewirkt werden, um die Betreuung und Behandlung von Menschen am Lebensende zu verbessern.