Die Versorgungssicherheit im Medikamentenbereich in der Schweiz ist angespannt. Medikamentenengpässe gehören in Spitälern, Heimen, Praxen und Apotheken seit Jahren zum Alltag. Die Ursachen sind vielfältig und komplex und lassen sich unter anderem zurückführen auf globalisierte, fragile Lieferketten, die Konzentration der Wirkstoffproduktion auf wenige Standorte oder Anbieter, die zu geringe Attraktivität des Schweizer Markts sowie auf schweizspezifische Anforderungen, etwa im Zulassungsprozess. Obwohl der Bund verschiedene Massnahmen umgesetzt oder angestossen hat, fehlt bislang ein übergeordneter Gesamtblick und eine tragfähige Kompetenzbasis, um die Versorgung auch ausserhalb von Krisen sicherzustellen.