Das Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS) beschreibt neue oder verstärkte körperliche, kognitive und psychische Beeinträchtigungen nach einer kritisch verlaufenden Erkrankung mit Intensivstationsaufenthalt. Betroffene zeigen häufig anhaltende Einschränkungen der Lebensqualität, der Selbstständigkeit und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben [1, 2, 4]. Auch Angehörige können unter Angst, Depression und Trauerreaktionen leiden; dieses wird als Post-Intensive-Care-Syndrom-Family (PICS-F) bezeichnet [6, 7]. Die Prävalenz des PICS ist hoch: Rund die Hälfte aller ehemaligen Intensivpatientinnen und -patienten zeigt ein Jahr nach Entlassung Beeinträchtigungen in mindestens einem der drei Funktionsbereiche [3].