Das Krankenversicherungsgesetz von 1996 hatte das Gesundheitssystem in Bewegung versetzt. Managed-Care-Modelle stellten die freie Arztwahl infrage, neue Tarifstrukturen kündigten sich an, und die europäische Integration schuf Regulierungsdruck, dem sich die FMH nicht entziehen konnte. In diesem Umfeld erkannte die Verbindung, dass die Reform von 1987 nicht weit genug gegangen war [1]. Die FMH brauchte eine neue innere Ordnung, wenn sie als Stimme der gesamten Ärzteschaft glaubwürdig bleiben wollte.