In China soll es eine Foltermethode gegeben haben, bei der kontinuierlich hallende Wassertröpfchen Gefangene in den Wahnsinn treiben sollten. Das habe ich mal gelesen, vermutlich in einer der Zeitschriften, die Krankenhauswartezimmer zieren: nette Versuche, die Wartenden abzulenken, die Zeitschriften voller Fakten, Klatsch und Skandale, die den Kopf mit Nichtigkeiten füllen, aber trotzdem das Dröhnen im Hintergrund nicht verdrängen können. Ich habe so viele dieser Zeitschriften gelesen, doch sie lenken mich nicht von dem leisen Piepsen ab, dieser Wassertropfenfolter ähnelnd, das sich in den letzten Monaten zunehmend in meine Ohren, mein Hirn und mein Herz gebohrt hat. Der Herzschlag meiner ungeborenen Tochter.