Der Verdacht auf eine Kindesmisshandlung entsteht selten aufgrund eines einzelnen Befundes. Oft sind es zunächst unspezifische Hinweise, die erst in ihrer Gesamtheit stutzig machen. Dass heute mehr Verdachtsfälle bekannt werden, dürfte einerseits mit der gestiegenen Sensibilisierung von Fachpersonen zusammenhängen. Andererseits begegnen wir immer mehr Familien, die unter grossem Druck stehen. Zusätzliche Risikofaktoren wie psychische Erkrankungen, Suchtprobleme, häusliche Gewalt oder finanzielle Sorgen können die Belastung weiter erhöhen und zu einer Überforderung sowie Gefährdung der Kinder führen.