Dank Beitragserhöhung ist Betrieb des Giftnotrufs gesichert
Tox Info Suisse betreibt mit der Nummer 145 die nationale, rund um die Uhr erreichbare Giftinformationsstelle der Schweiz und ist als gemeinnützige Stiftung eine zentrale Anlaufstelle bei Vergiftungen für Privatpersonen wie auch für medizinische Fachpersonen. Die bisherige Mischfinanzierung durch öffentliche Beiträge und private Träger geriet zuletzt zunehmend unter Druck: Während der Bund seine Unterstützung zulasten der OKP und privater Organisationen zu entlasten versucht, steigen die Betriebskosten kontinuierlich. Ohne zusätzliche Mittel drohte eine Finanzierungslücke bis hin zur Betriebseinstellung. In den parlamentarischen Beratungen zum Budget 2026 (25.041) [1] bestand jedoch Einigkeit darüber, dass der Bund verpflichtet ist, diesen lebenswichtigen Dienst abzugelten und den Betrieb langfristig sicherzustellen. Uneinig waren sich Nationalund Ständerat zunächst lediglich über die Höhe des Beitrags: Der Ständerat wollte zusätzliche 800000 Franken für Tox Info Suisse und die Suchtprävention sprechen. In der Differenzbereinigung setzte sich jedoch der Nationalrat durch mit einer Forderung von insgesamt 1,5 Millionen Franken – davon 1,1 Millionen Franken für den Giftnotruf. Der breite Rückhalt im Parlament ist Ausdruck einer Gesamtsicht auf die Versorgungssicherheit, die durch verbandübergreifende Zusammenarbeit und den gezielten Einbezug zentraler Akteure ermöglicht wurde.