Der im Oktober 2017 vom Eidgenössischen Departement des Inneren (EDI) vorgelegte Expertenbericht «Kostendämpfungsmassnahmen zur Entlastung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung» [1] hat bislang vor allem wegen seiner Forderung einer «verbindlichen Zielvorgabe für das OKP-Kostenwachstum» [1] Aufmerksamkeit generiert. Weil solche Globalbudgets die Qualität und die Zugänglichkeit der Gesundheitsversorgung zwangsläufig verschlechtern, positionierten sich Verbände der Patienten, Ärzte, Spitäler, Krankenkassen, Pharmaindustrie und Apotheker gemeinsam klar gegen die Einführung undifferenzierter Kostendeckel [2]. Wer dies als «Aufschrei der Profiteure» [3] verunglimpft, verkennt, dass all diese Akteure täglich einen Beitrag zu einem der international besten Gesundheitswesen leisten, damit in allererster Linie einer profitiert: der Patient.