Das Gesundheitssystem der Schweiz zeigt Krankheitssymptome: Bedingt durch den demographischen Wandel, die damit zusammenhängende Zunahme an chronischen Erkrankungen und akzentuiert durch immer komplexere Behandlungen, sind die Kosten massiv angestiegen [1]. Gleichzeitig besteht ein markanter Mangel an Gesundheitsfachleuten, der nur dank des Zuzugs ausländischer Spezialisten gemildert wird [2]. Als mögliche Therapie wird vielfach die interprofessionelle Zusammenarbeit der beteiligten Fachpersonen (z.B. Ärzte, Pflegende, Ernährungsberater, Physio- oder Ergotherapeuten) genannt. In Anlehnung an das Quadruple Aim-Konzept [3] wird dabei postuliert, dass die interprofessionelle Zusammenarbeit erstens die Gesundheit der Bevölkerung und zweitens die Patientenerfahrung verbessern, drittens die Gesundheitskosten pro Kopf verringern sowie viertens die Zufriedenheit der Gesundheitsfachleute steigern könne.