Zum Zeitpunkt des Studienabschlusses der 2019 befragten Ärztinnen und Ärzte boten fünf medizinische Fakultäten in der Schweiz – Genf, Lausanne, Zürich, ­Basel und Bern – ein komplettes Studium der Humanmedizin an.1 Die Modulfragen beziehen sich in der Befragung 2019 auf diese ursprünglichen fünf Fakul­täten. Im Jahr 2017 wurde gesamtschweizerisch der bisherige Lernzielkatalog «Swiss Catalogue of Learning Objectives for Undergraduate Medical Training SCLO» durch «PROFILES» (Principal Relevant Objectives and a Framework for Integrative Learning and Education in Switzerland) ersetzt [1, 2]. Die Umsetzung des damit verbundenen kompetenzorientierten Ansatzes, der unter anderem kommunikative Aspekte, Professionalität, Interprofessionalität und die Fähigkeit, einen ­kritischen Blick auf den Fortschritt in der Medizin zu entwickeln, beinhaltet, ist an den medizinischen Fakul­täten unterschiedlich weit fortgeschritten. Als übergeordnetes Ziel soll das Medizinstudium die angehenden Ärztinnen und Ärzte möglichst gut auf ihre Tätig­keit vorbereiten und ihnen einen guten Einstieg und selbständiges Arbeiten im Berufsalltag ermöglichen. Das Ziel der Modulfragen 2019 war es zu erfassen, wie gut dieses Ziel erfüllt wurde und ob sich in der aktuellen Untersuchung im Vergleich zu den früheren Erhebungen Unterschiede zeigen.