Stress- und Schmerzerkrankungen sind die beiden psychosomatischen Hauptdiagnosegruppen, die den Rehabilitationsbedarf der psychosomatischen Medizin in der Schweiz ausmachen. Krankenkassenstudien zeigen, dass stressassoziierte Leiden bereits vor Ausbruch des Coronavirus zugenommen hatten [1]. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hielt in ihrem neusten Mental Health Report [2] fest, dass die Pandemie weltweit zu einem starken Anstieg stressassoziierter Krankheiten geführt hat und fast eine Milliarde Menschen davon betroffen ist. Unbehandelt führen Stress- und Schmerzerkrankungen oft zu langandauernden oder auch irreversiblen Arbeitsausfällen und entsprechenden Mehrkosten [3].