FMH und Pharmasuisse engagieren sich für eine nationale E-Rezept-Lösung, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen in einem wesentlichen Bereich zu fördern: der Medikation. Digitale Anwendungen zur Verbesserung und Unterstützung der korrekten Medikamenteneinnahme stossen bei der Ärzteschaft und der Bevölkerung auf grosses Interesse. Dies ist ein Ergebnis der von der FMH durchgeführten Umfrage «Digital Trends Survey 2022» [1]. Gemeint sind elektronische Medikationspläne und Apps, welche die patientenseitige Medikamenteneinnahme unterstützen. Auch der Bundesrat nennt die Einführung und aktive Förderung der E-Medikation in seinen gesundheitspolitischen Prioritäten «Gesundheit 2020» [2] als eine der wichtigsten Massnahmen im Bereich E-Health. Als Mitglieder der IPAG eHealth fördern FMH und Pharmasuisse bereits die E-Medikation [3]. Die elektronische Verschreibung von Medikamenten ist Teil des zu digitalisierenden Medikationsprozesses. Die Inhalte des E-Rezeptes sind standardisierbar. Technische Voraussetzungen wie die Identifikation und Authentifizierung der Leistungserbringer existieren, ebenso wie ein technischer Kopierschutz, der Rezeptfälschungen und Mehrfacheinlösungen verhindert. Unleserliche Rezepte, die zu Rückfragen oder Fehlmedikation führen können, würden durch die standardisierte medienbruchfreie Erfassung der Vergangenheit angehören. Vorteile, die auch im politischen Umfeld gesehen werden, weswegen der Nationalrat die «Motion 20.3770 Einführung des E-Rezeptes» annahm [4]. Um diese Vorteile Realität werden zu lassen, erarbeiten die Verbände FMH und Pharmasuisse seit Mai 2022 eine nationale E-Rezept-Lösung [5].