Du isst bestimmt erst noch etwas, oder?» So begrüsst mich Anna Hartmann, bekannt als ANNA, in ihrer Wohnung in Basel. Es ist nicht das erste Mal, dass wir gemeinsam essen. Aber das erste Mal, dass ich sie im Anschluss daran interviewe. Entstanden ist der persönliche Kontakt, nachdem sie vor etwas mehr als einem Jahr ein Porträt von mir gezeichnet hatte. Einfach so. Eine echte Künstlerin, dachte ich damals. Und denke es wieder, als sie mir ihre Sammlung möglichst kitschiger Kristallvasen zeigt. Das üppigste Prachtexemplar ist verziert mit rosaroten Blümchen aus Plastikkristall. ANNA sieht die Kunst im Alltäglichen – in deformierten Ingwerknollen oder in Steinen ebenso wie in den Actionfiguren ihrer sieben Enkelkinder.