Endokrinopathien ohne hereditär-syndromalen Hintergrund können skelettale Veränderungen als sekundäre Folge der endokrinen Dysregulation hervorrufen. Sie bestehen entweder in einer generalisierten Osteopathie (zum Beispiel Steroidosteoporose bei Erkrankungen der Zwischenhirns-Hypophysen-Nebennierenachse wie etwa dem Cushing-Syndrom, renale Osteopathie bei chronischer Niereninsuffizienz oder onkogene Osteomalazie bei gesteigerter renaler Phosphatausscheidung) oder sie treten in Form von lokalisierten tumorartigen Veränderungen (Herdbefunden) an einzelnen oder mehreren Knochen oder auch extraskelettal in Erscheinung (zum Beispiel der sogenannte braune Tumor bei Hyperparathyreoidismus oder die sogenannte tumorartige Kalzinose bei chronischer Niereninsuffizienz).