Während der COVID-19-Pandemie herrschte in der Schweiz eine Übersterblichkeit. Rund 43% der Todesfälle ereigneten sich dabei laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Alters- und Pflegeheimen [1]. Bei dieser Zahl nicht mitgezählt sind Heimbewohnerinnen und Heimbewohner, die aufgrund einer Krankheit hospitalisiert wurden und im Spital verstarben. Sicher ist nur, dass die Zahl der Todesfälle in Heimen ausserordentlich hoch war – und laut den Fachleuten eines nationalen Komitees aus Expertinnen und Experten [2] auch auf eine suboptimale medizinische Versorgung zurückzuführen war.