Nach dem Scheitern einer einheitlichen Lösung der Wellenkonferenz in Stockholm und dem missglückten Vermittlungsversuch der Vollversammlung des «Comité Consultatif International des Radiocommunications» in Oslo zu einer Einheitsnorm hat der Bundesrat vor fünfzig Jahren, am 15. August 1967, die Einführung des PAL-Systems beschlossen. Sie ahnen es bereits: Es geht um die Einführung des Farbfernsehens in der Schweiz. Der Beschluss war zumindest für die Empfänger in der Westschweiz von hoher Tragweite. Da Frankreich aus politischen Gründen das SECAM-System («Séquentiel couleur à mémoire» oder «Système élégant contre l’Amérique») einführte, sahen sich die Empfänger gezwungen, einen «Mehrnormen-Farbfernsehempfänger» zu beschaffen, wenn sie neben den Schweizer Programmen auch die Programme aus Frankreich empfangen wollten. Der zuständige Bundesrat Roger Bonvin stellte im Mitbericht fest, dass diese ungleiche Lage sehr zu bedauern, aber in Folge der technischen Gegebenheiten im Ausland unvermeidlich sei.