Wenn ein Mensch krank wird, entgleist seine psychische und somatische Homöostase. Dies äussert sich in intensiven Gefühlen. Die Person fühlt sich beispielsweise müde, erschöpft, hilflos, hoffnungslos oder von Schmerz überwältigt. Deshalb ist die Frage nach dem Gefühlszustand der Patientinnen und Patienten zu Beginn der Anamneseerhebung sinnvoll. Dabei wird die Person zunächst darum gebeten, frei und spontan über ihren Zustand zu berichten. Um ergänzende Angaben wird in einem zweiten Schritt gebeten. Eine solche Anamnese wird semistrukturiert genannt [1].