Für die SGAP war die im Jahr 2014 bis 2019 bestehende Nationale Demenzstrategie der Schweiz Anlass dafür, die Entwicklung von Qualitätsstandards für die Diagnostik und Therapie in der Alterspsychiatrie voranzutreiben. Die Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie der Verhaltensstörungen bei Demenz (Behavioural and Psychological Symptoms of Dementia (BPSD)) [1, 2] war die erste Veröffentlichung einer Reihe von Publikationen, die stets in Kurzform und als Manual veröffentlicht wurden und die wichtigsten alterspsychiatrischen Diagnosen zum Thema beinhalteten. Die Besonderheit dieser Empfehlungen ist es, dass sie interprofessionell und interdisziplinär erarbeitet worden sind, was der alterspsychiatrischen Arbeitsweise entspricht. Neben der SGAP waren geriatrische, gerontologische, neurologische Experten und Expertinnen, (Neuro-)Psychologen und (Neuro-)Psychologinnen, Pflegefachverbände und Organisationen wie die Alzheimer Schweiz an der Entstehung beteiligt. Ein Ziel der Arbeitsgruppe war stets, neben der aktuellen Evidenz für einzelne Interventionsmöglichkeiten auch die klinische Erfahrung abzubilden. In der Altersmedizin fehlen oft kontrollierte Studien für einzelne Verfahren. Die klinische Erfahrung der Experten und Expertinnen soll helfen, diese Verfahren trotzdem als wirksame Instrumente der Therapie zu etablieren.