Weltweit nimmt die Anzahl besonders vulnerabler Menschen zu, die ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung schwerwiegender psychischer Erkrankungen haben [1, 2]. In den USA beispielsweise hat sich von 2008 bis 2018 die Einjahresprävalenz psychischer Erkrankung von 17,7 auf 19,1 pro 100 000 Einwohner erhöht, was einem Anstieg um 8% entspricht. Die Prävalenz schwerer psychischer Erkrankungen erhöhte sich sogar um 24% [3]. Besonders betroffen sind Jugendliche im Alter von 18 bis 25 Jahren. Gleichzeitig ist aufgrund des Anstiegs der älteren Bevölkerung von einer signifikanten Zunahme demenzieller Erkrankungen um 120% auszugehen [4]. Diese Zahlen spiegeln sich auch in den Kosten wider, die durch psychische Krankheiten verursacht werden. Gemäss OECD [5] beliefen sich die direkten und indirekten Kosten in der EU für das Jahr 2015 auf 146 Milliarden Euro (4,8% des BIP) und in der Schweiz auf 27 Mia CHF (4,2%). Aufgrund der demographischen Entwicklung ist zu erwarten, dass diese Kosten zu einer zunehmenden Belastung insbesondere für die jüngere Bevölkerung werden [6].