«Menschen mit Magersucht wissen durchaus, dass sie eigentlich zu dünn sind», sagt Simone Behrens. «Das Problem liegt darin, dass sie das auch so wollen, und dass sie grosse Angst davor haben, zuzunehmen.» Behrens ist Psychotherapeutin an der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Tübingen, wo sie seit fast zehn Jahren zu Magersucht forscht. Zunächst lag ihr Fokus auf Studien zum Thema Wahrnehmung [1, 2]. «Aufgrund dieser Studien vermuteten wir, dass es für Patientinnen mit Magersucht hilfreich sein könnte, bereits vor einer tatsächlichen Gewichtszunahme einmal zu sehen: Wie könnte ich dann ungefähr aussehen?»