Die Myelodysplastischen Syndrome/Neoplasien (MDS) stellen eine heterogene Gruppe klonaler Erkrankungen dar, die durch somatische Treibermutationen in den hämatopoetischen Stamm- und Vorläuferzellen (HSPCs) verursacht werden [1]. MDS zeichnen sich durch eine ineffektive Hämatopoese mit Entzündung, Dysplasie, Zytopenie und einem variablen Risiko hinsichtlich Entwicklung einer sekundären akuten myeloischen Leukämie (AML) aus. Wie bei vielen anderen Krebserkrankungen wird die klonale Progression durch eine zufällige Anhäufung genetischer Veränderungen in den HSPCs verursacht (Tabelle 1). Der Selektionsdruck der klonalen Zellen wird durch ein komplexes Zusammenspiel von Zell-intrinsischen aber auch Zell-extrinsischen Faktoren sowie dem Verlust der immunogenen Tumorkontrolle verursacht [2].