Jedes Jahr werden in der Schweiz etwa dreissig Kinder geboren, die biologisch nicht eindeutig weiblich oder männlich sind, sondern eine Variation der Geschlechtsmerkmale aufweisen (siehe Kasten). Nun hat das Parlament eine Motion angenommen, die die Behandlung dieser Kinder verbessern soll [1]. Konkret hat es den Bundesrat beauftragt, «dafür zu sorgen, dass die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) medizinisch-ethische Richtlinien für die Diagnose und Behandlung dieser Kinder rasch erarbeiten kann, im Sinne der Konkretisierung der Stellungnahme der Nationalen Ethikkommission im Bereich Humanmedizin (NEK) zum Umgang mit Varianten der Geschlechtsentwicklung.»