Mit dem Beitritt der Oberärztinnen und Oberärzte zum Verein Schweizerischer Assistenzärzte im Jahr 1971 wurde sichtbar, wie stark sich die Ärzteschaft verändert hatte. Die FMH war 1901 in einer Zeit gegründet worden, in der freipraktizierende Ärztinnen und Ärzte klar dominierten. Assistenzärztinnen und -ärzte wurden bis in die 1970er-Jahre nur als ausserordentliche Mitglieder ohne Stimm- und Wahlrecht aufgenommen [1, 2]. 1973 reagierte die FMH erstmals auf diese Entwicklung: Der Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte vsao erhielt fünf Sitze in der Ärztekammer; einige Jahre später folgte ein Sitz im Zentralvorstand [3, 4].