Der Begriff tauchte vor etwa 20 Jahren zum ersten Mal auf: «plant blindness». Menschen sind «pflanzenblind», so die damalige Aussage der US-Botaniker James H. Wandersee und Elisabeth Schussler. Studien hatten nämlich gezeigt: Legt man Versuchspersonen Bilder vor, auf denen Landschaften mit vielen Pflanzen und wenigen Tieren zu sehen sind, erinnern sich die Menschen anschliessend an die Tiere, aber nicht an die Pflanzen auf den Bildern.