Die letzten Wochen haben gezeigt, dass die Dynamik social-media-getriebener Proteste inzwischen auch die Schweizer Ärzteschaft erfasst hat. Auslöser war das vom Parlament 2025 beschlossene Gesetz über eine Höchstgrenze für die täglich abrechenbaren ärztlichen Leistungen (AL) (zu den Hintergründen siehe auch S. 13). Während der parlamentarischen Beratungen hatte die FMH dieses Gesetz vehement bekämpft. Nachdem das Parlament es dennoch verabschiedet hatte, wurde die Forderung «keine AL-Höchstgrenze» obsolet: Nun stellte sich die Herausforderung, die Umsetzung so zu gestalten, dass eine verantwortungsvolle, an medizinischen Standards und dem Bedarf der Patientinnen und Patienten orientierte ärztliche Versorgung nicht eingeschränkt wird.