Eine klare Trennung zwischen Stadt und Land greift für die Schweiz zu kurz. Das Bundesamt für Statistik (BFS) unterscheidet deshalb zwischen städtischen, intermediären und ländlichen Gebieten. 2022 lebten 65 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung in städtischen, 21 Prozent in intermediären und 14 Prozent in ländlichen Regionen. Im internationalen Vergleich ist die ärztliche Versorgung relativ gleichmässig verteilt. Zwar liegt die Ärztedichte gemäss OECD in Schweizer Metropolregionen mit 5,4 Ärztinnen und Ärzten pro 1000 Einwohnende um 28 Prozent höher als in abgelegenen Gebieten mit 3,9. Diese Differenz ist jedoch kleiner als in den meisten anderen Ländern, zu denen Daten vorliegen, wie beispielsweise in Frankreich. «Medizinische Wüsten», wie sie andere Länder kennen, sind in der Schweiz bislang kaum ein Thema. Dazu tragen auch die vergleichsweise kurzen Distanzen bei.