Im Gesundheitswesen wird vermehrt eine Belastung durch Bürokratie und administrativen Aufwand diagnostiziert [1–3]. Auch eine jährlich im Auftrag der FMH durchgeführte Befragung zeigt, dass die Schweizer Ärzteschaft seit Längerem mit einem anhaltend hohen administrativen Aufwand konfrontiert ist. Was ursprünglich Qualität, Transparenz und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen sichern sollte, hat sich in vielen Bereichen zu einer komplexen und zeitintensiven Bürokratie entwickelt. Sie betrifft Spitäler ebenso wie Arztpraxen und prägt den ärztlichen Alltag. Ein zentraler Treiber ist die Vielzahl gesetzlicher und behördlicher Vorgaben, insbesondere Dokumentations- und Nachweispflichten, die von den Leistungserbringern einzuhalten und von den Krankenversicherern zu überprüfen sind.