Das respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein Virus mit einzelsträngiger RNA, das für saisonale, vor allem im Herbst und Winter auftretende Epidemien verantwortlich ist. Es wird hauptsächlich über Atemtröpfchen bei engem Kontakt übertragen, seltener über Aerosole [1]. Das F-Protein ist das Fusionsglykoprotein des RSV [2].
Das klinische Bild einer RSV-Infektion ist meist unspezifisch und reicht von asymptomatischen Verläufen oder einfachen Schnupfenbeschwerden bis hin zu schweren Infektionen der unteren Atemwege. Bestimmte Bevölkerungsgruppen weisen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe auf, darunter Erwachsene über 60 Jahre (insbesondere über 75 Jahre), Menschen mit chronischen Erkrankungen, immungeschwächte Personen und Kinder unter 2 Jahren. Bei Letzteren ist das RSV eine der Hauptursachen für Bronchiolitis [3, 4].